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[vc_row][vc_column width=“1/2″][lab_heading title=“CORPUS DELICTI“]Dominika Bednarsky / Verónica Aguilera Carrasco /
Jakob Erek Sen / Petra Metzner / Yvonne Lee Schultz
+ Special Guest Anselm Baumann

13.06. – 25.07.2026[/lab_heading][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_empty_space height=“96px“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_masonry_media_grid element_width=“6″ css=““ grid_id=“vc_gid:1783505748042-1faae5ea-d903-6″ include=“12188,12189,12192,12191,12193,12194,12196,12190″][vc_column_text css=““]DE

Aus dem Material Ton wurden einige der ältesten Kulturgüter der Menschheit hergestellt. Allem voran Gefäße, die uns bis heute beim morgendlichen Heißgetränk begegnen. Die Verwendung von Ton als künstlerischem Werkstoff löste bis weit hinein ins 20. Jahrhundert Diskussionen aus. Im Vergleich zu Marmor oder Bronze galt das natürliche Sedimentgestein als kunsthandwerkliches und „verweiblichtes“ Material, das mehr der Sphäre des Haushalts zugerechnet wurde. Diese „Angst vor dem Ton“ als Haltung innerhalb der westlichen Kunstszene hat der Kurator und Kritiker John Perreault treffend in seinem gleichnamigen Aufsatz von 1982 beschrieben. In der Gegenwartskunst haben sich Ton und seine wertvollere Schwester, das Porzellan, längst als Werkstoffe etabliert.

Dass innerhalb dieser Materialien nicht nur dekorative oder funktionale Fragen verhandelt werden, sondern auch kritische Themen unserer Gegenwart, zeigt die Gruppenausstellung CORPUS DELICTI. Der Titel verweist auf den juristischen Begriff des Tatkörpers, also auf jenes Objekt, das Zeugnis von einem Vergehen ablegt. Die in der Ausstellung versammelten Keramikarbeiten von Dominika Bednarsky, Verónica Aguilera Carrasco, Jakob Erik Sen, Petra Metzner, Yvonne Lee Schultz und Anselm Baumann als Special Guest lassen sich als solche Zeugnisse lesen: als Einschreibungen von systemischer Gewalt, Konsum, körperlicher Verletzlichkeit und Widerstand.

Sowohl Verónica Aguilera Carrasco als auch Yvonne Lee Schultz reflektieren und verschieben in ihren konzeptbasierten Arbeiten die häusliche Gebrauchssphäre von Ton und Porzellan. In La Familia und Lanzas macht Carrasco unsichtbare Fürsorgearbeit und weiblichen Widerstand anhand von handgeformten unglasierten Keramikreproduktionen und originalen Versatzstücken bekannter Reinigungsutensilien sichtbar, während Handschuhe und Schuhe an der Decke zum Nachdenken über vermeintlich vertraute Berührungsgesten anregen. Schultz verbindet in ihren Porzellanpistolen die dekorative Tradition des Geschirrs mit der Form der Waffe nach James Bonds Walther PPK und P99 und zeigt so die Spannung zwischen häuslicher Ordnung und gesellschaftlicher Gewalt. Zwischen Fürsorge und Bedrohung, alltäglicher Gewalt und Gegenwehr verschieben sich die Bedeutungen dieser Objekte und legen die Brüchigkeit vermeintlich sicherer und geschlechtlich codierter Räume offen. Auch Hackfleisch markiert ein Motiv, das in der Sphäre von Haushalt und Küche beheimatet ist. In ihrer Serie It’s Chow Time! (zu dt. „Es ist Essenszeit“) überspitzt Dominika Bednarsky die deutsche Liebe zu diesem Nahrungsmittel. Ihr Herz aus „Hackfleisch“ erscheint ebenso skurril, wie ein ganzer Block, der mit einer blauen Schleife zum Geschenk gebunden ist. Was zunächst humorvoll und lustig daher kommt, ruft bei näherem Hinsehen Assoziationen von Überkonsum und Exzess hervor und lässt Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung und Gewissen anklingen. Gewaltvollen Prozessen in der Natur widmen sich wiederum die feingliedrigen Arbeiten von Petra Metzner aus der Serie Welcome to parasite. Sie orientieren sich an den Strukturen parasitärer Organismen und evozieren zugleich den menschlichen Korpus – sowohl in seinen wachsenden, zerfallenden, aber auch grundsätzlich wandelbaren Zuständen. Zwischen Anziehung und Abstoßung entstehen Formen, die im selben Zuge Fragilität und Co-Abhängigkeit organischen Lebens ins Bewusstsein rufen. Ausgehend von digitalen Bildquellen und technologischen Infrastrukturen untersucht Jakob Erek Sen in seinen seriellen Arbeiten Animation und Vessels die Wechselwirkungen von Krieg, digitalen Medien und Macht. Indem er verpixelte Screenshots aus einem Ego-Shooter-Spiel auf Keramikplatten überträgt und bombenartige Objekte aus digitalen Bildarchiven zusammensetzt, macht er Formen systemischer Gewalt innerhalb digitaler Bildwelten physisch erfahrbar. Durch die Übertragung von gerendertem Found Footage in Glasurmalerei auf Keramik verbindet Sen einen der ältesten Werkstoffe der Menschheit mit den gamifizierten, Gewalt ästhetisierenden Bildwelten der Gegenwart. Gemäß ihrer Titel und abstrahierten Formensprachen verbleiben die Arbeiten zugleich bedeutungsoffen.

Gewalt und Gegenwehr bilden Pole, zwischen denen sich die Positionen der Ausstellung CORPUS DELICTI bewegen. Die künstlerischen Arbeiten eröffnen Resonanzräume, in denen sich die krisenhaften Zustände der Gegenwart spiegeln. Als corpora delicti werden die keramischen Objekte selbst zu materiellen Zeugnissen gesellschaftlicher Missverhältnisse; zu Körpern, in denen sich die Spannungen unserer Zeit einschreiben.

Als Special Guest zeigt Anselm Baumann Arbeiten der Serie Morphing Oysters aus seiner aktuellen keramischen Praxis. Ausgehend von der charakteristischen Form und der ökologischen Bedeutung der Auster als natürlichem Wasserfilter entwickelt er Skulpturen, die den Kontrast zwischen einer rauen, dunklen Außenschale und einem schimmernden, hellen Inneren hervorheben. Durch komplexe Glasur- und Brennprozesse entstehen Oberflächen von großer materieller und visueller Tiefe. Baumann löst die Auster zunehmend von ihrer natürlichen Erscheinung. Die Schalen werden transformiert und in offene, vieldeutige Formen überführt, die zwischen organischem Vorbild und freier Abstraktion vermitteln.

Text: Paula Maß

 

Dominika Bednarsky (*1994 in Schweinfurt, Deutschland) studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main und wurde währenddessen u. a. mit dem Deutschlandstipendium honoriert. Seit ihrem Diplomabschluss (2024) lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin. Ihre Keramikskulpturen wurden in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden, in den Opelvillen Rüsselsheim, im Kunstverein Wiesen, im Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis in Bregenz (AT) und im Studio Hannibal in Berlin. Die Künstlerin ist aktuell in der Gruppenausstellung „Animalia“ der Heidi Horton Collection in Wien (AT) vertreten.

Verónica Aguilera Carrasco (*1976 in Barcelona, Spanien) studierte Bildende Kunst an der Universität Barcelona und absolvierte anschließend einen Master im Fachbereich Audiovisuelle Studien an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. Darüber hinaus nahm sie am Doktorandenprogramm „Temps i Lloc en l’Art Contemporani“ der Universität Barcelona teil. Die Künstlerin erhielt internationale Artist-in-Residence-Stipendien unter anderem in Spanien, Frankreich, Chile und Deutschland und wurde für ihre künstlerische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Zu ihren wichtigsten Ehrungen zählt der Preis der „Biennal de Valls“ der Fundació Guasch Coranty in Barcelona, den sie 2007 erhielt. Die Skulpturen und Installationen von Verónica Aguilera Carrasco wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems, in der Kunsthalle Mainz, im MACC – Museu d’Art Contemporani de Mataró in Barcelona (ES), im Bòlit Centre d’Art Contemporani in Girona (ES) sowie auf der Taunus Kunst Triennale 2022 und 2025. Darüber hinaus sind ihre Arbeiten in mehreren internationalen Sammlungen vertreten, wie in der Médiathèque Cangé in Saint-Avertin (FR), im Museu de Valls in Tarragona, im Museu de Granollers in Barcelona sowie in der Fundación Artaids – Han Nefkens Foundation in Barcelona (alle ES). Verónica Aguilera Carrasco lebt und arbeitet in der Region Frankfurt am Main.

Jakob Erek Sen (*1999 in Gießen, Deutschland) absolvierte Bachelorstudiengänge in Internationaler Medieninformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin (2018–2022) und in Visueller Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin (2020–2024). Seit 2024 studiert er bei Hassan Khan an der Städelschule in Frankfurt/Main. Seine Arbeiten wurden in einigen internationalen Ausstellungen und auf Festivals präsentiert, darunter im Projektraum mais uno +1 in Lissabon (PT), im Medienhaus der Universität der Künste in Berlin, in der Spreehalle Berlin und auf dem Verstärker Kunstfilm Festival, GEH 8 in Dresden. Darüber hinaus wurde der Künstler mit dem Förderstipendium der VFF für Film- und Medienkunst honoriert (2023–2025). Jakob Erek Sen lebt und arbeitet in Frankfurt/Main.

Nach ihrem Abschluss an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design absolvierte Petra Metzner (*1983 in Jena, Deutschland) bis 2019 ein Diplomstudium der Freien Kunst mit den Schwerpunkten Bildhauerei und Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. Für ihre Keramikskulpturen wurde die Künstlerin mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie den ersten Preis für Gestaltung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (2019), den Preis der Stiftung Ulla und Eberhard Jung (2024) und ein Artist-in-Residence-Stipendium der renommierten Höchster Porzellan-Manufaktur (2024). Petra Metzners Arbeiten wurden in einigen nationalen und internationalen Institutionen gezeigt, darunter im Klingspor Museum in Offenbach/Main, im Museum Kurhaus Kleve und in der Ausstellungshalle des Sanbao International Ceramic Art Village in Jingdezhen (CN). Als Teil der KünstlerInnengruppe „Blockadia*Tiefsee“ wurden ihre Arbeiten außerdem im Kunstverein Freiburg, in der Kunsthall Trondheim (NO) und im Rahmen der Triennale Kleinplastik in Fellbach ausgestellt. Petra Metzners Keramikskulpturen sind in der Sammlung der Klassik Stiftung Weimar vertreten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Frankfurt/Main.

Yvonne Lee Schultz (*1966 in Berkeley, Kalifornien, USA) studierte bei Markus Lüpertz an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit den 1990er Jahren wurden ihre multimedialen Arbeiten in zahlreichen renommierten Kunstinstitutionen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Museum Ludwig Köln, im Sprengel Museum Hannover, im Landesmuseum Baden-Württemberg in Stuttgart, im Museum of Contemporary Art Kumamoto (JP) und auf der Biennale von Sydney (AU). Ihre Arbeiten sind in einigen Sammlungen vertreten, darunter in der Sammlung des Progressive Art Museum (USA) und in privaten Sammlungen in u. a. Genf, Brüssel, Korea, San Francisco und München. Des Weiteren realisierte Yvonne Lee Schultz zahlreiche ortsspezifische Kunst-am-Bau-Projekte, unter anderem für Volkswagen in Wolfsburg, die Nord/LB in New York, das Europäische Patentamt in München, die Ludwig-Hoffmann-Grundschule in Berlin oder das Europäische Parlament in Straßburg. Im September 2026 wird die Künstlerin ihr Projekt „ONE SKY FLAGS“ in der UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt von Bern (CH) umsetzen. Yvonne Lee Schultz lebt und arbeitet in Berlin.

Anselm Baumann (*1958 in Freiburg i. Br., Deutschland) absolvierte von 1979 bis 1981 eine Bildhauerausbildung in Freiburg i. Br. Anschließend war er Stipendiat an der renommierten Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Der in Frankfurt/Main lebende und arbeitende Künstler ist seit 2006 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. Seit den 1980er Jahren war Anselm Baumann in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, unter anderem im Kunstverein Kleve, im Museum für Gegenwartskunst des Benediktinerstifts Admont (AT), im Museum Angewandte Kunst Frankfurt/Main, im Oldenburger Kunstverein, im Museum Franz Gertsch (CH), im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern sowie in den Opelvillen Rüsselsheim. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren renommierten öffentlichen Sammlungen, darunter der Sammlung der Deutschen Bank, der Sammlung der Mobiliar Versicherung in Bern (CH), dem Kunstmuseum Stuttgart sowie dem Museum für Neue Kunst Freiburg. Darüber hinaus sind seine Werke in internationalen Privatsammlungen in Frankfurt/Main, New York, Paris und Zürich vertreten. Des Weiteren realisierte Anselm Baumann mehrere Kunst-am-Bau-Projekte, beispielsweise für das Treppenhaus der TU Mannheim, für PwC – PricewaterhouseCoopers sowie für die Unterführung der Bahnstation Frankfurt-Griesheim unter dem Titel „Grüße aus Griesheim“.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=““][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=““]EN

From clay, some of humanity’s oldest cultural artifacts were produced. Above all vessels, which still accompany us today as we drink our morning coffee. The use of clay as an artistic material sparked debates well into the 20th century. Compared to marble or bronze, this natural sedimentary rock was considered a craft-based and “feminised” material, more readily assigned to the domestic sphere. This “fear of clay” as an attitude within the Western art scene was aptly described by curator and critic John Perreault in his eponymous essay from 1982. In contemporary art, clay and its more precious sister, porcelain, have long since established themselves as respected materials.

That within these materials not only decorative or functional questions are negotiated, but also critical issues of our present, is shown by the group exhibition CORPUS DELICTI. The title refers to the legal term “body of the crime”, meaning the object that bears witness to an offence. The ceramic works brought together in the exhibition by Dominika Bednarsky, Verónica Aguilera Carrasco, Jakob Erik Sen, Petra Metzner, Yvonne Lee Schultz and Anselm Baumann as Special Guest can be read as such testimonies: as inscriptions of systemic violence, consumption, bodily vulnerability and resistance.

Both Verónica Aguilera Carrasco and Yvonne Lee Schultz reflect upon and displace the domestic sphere of utility in their concept-based works in clay and porcelain. In La Familia and Lanzas, Carrasco makes invisible care work and female resistance visible through hand-formed unglazed ceramic reproductions and original fragments of familiar cleaning utensils, while the works Handschuhe and Schuhe an der Decke invite reflection on supposedly familiar gestures of touch. Schultz combines in her porcelain pistols the decorative tradition of tableware with the form of a weapon resembling James Bond’s Walther PPK and P99, thereby revealing the tension between domestic order and social violence. Between care and threat, everyday violence and resistance, the meanings of these objects shift and expose the fragility of supposedly secure and gender-coded spaces. Minced meat is another motif rooted in the domestic sphere of household and kitchen. In her series It’s Chow Time! (ger. “Es ist Essenszeit”), Dominika Bednarsky exaggerates the German affection for this food. Her minced meaty heart appears as bizarre as a whole block tied up with a blue ribbon as a gift. What initially reads as humorous and playful evokes, upon closer inspection, associations of overconsumption and excess, and hints at questions of social responsibility and conscience. Violent processes in nature are addressed in turn by the finely articulated works of Petra Metzner from the series Welcome to parasite. They are oriented towards the structures of parasitic organisms and simultaneously evoke the human corpus — in its growing, decaying, but also fundamentally transformable states. Between attraction and repulsion, forms emerge that at the same time bring fragility and co-dependence of organic life into awareness. Starting from digital image sources and technological infrastructures, Jakob Erek Sen investigates in his serial works Animation and Vessels the interrelations of war, digital media and power. By transferring pixelated screenshots from a first-person shooter game onto ceramic plates and assembling bomb-like objects from digital image archives, he renders forms of systemic violence within digital visual worlds physically tangible. Through the translation of rendered found footage into glaze painting on ceramic, Sen connects one of humanity’s oldest materials with the gamified, violence-aestheticised image worlds of the present. According to their titles and abstract visual languages, the works remain deliberately open in meaning.

Violence and resistance form the poles between which the positions of the exhibition CORPUS DELICTI move. The artistic works open up resonant spaces in which the crisis-laden conditions of the present are reflected. As corpora delicti, the ceramic objects themselves become material testimonies of social imbalance; bodies in which the tensions of our time are inscribed.

As Special Guest, Anselm Baumann presents ceramic works from his current series Morphing Oysters. Starting from the characteristic form and ecological significance of the oyster as a natural water filter, he develops sculptures that emphasise the contrast between a rough, dark outer shell and a shimmering, light interior. Through complex glazing and firing processes, surfaces of great material and visual depth emerge, and Baumann progressively detaches the oyster from its natural appearance. The shells are transformed and rendered into open, ambiguous forms that mediate between organic model and free abstraction.

Text: Paula Maß

 

Dominika Bednarsky (*1994 in Schweinfurt, Germany) studied at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main and was awarded, among other distinctions, a Deutschlandstipendium scholarship during her studies. Since graduating with a diploma degree in 2024, the artist has been living and working in Berlin. Her ceramic sculptures have been presented in several solo and group exhibitions, including at the Nassauischer Kunstverein in Wiesbaden, the Opelvillen Rüsselsheim, the Kunstverein Wiesen, the Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis in Bregenz (AT), and Studio Hannibal in Berlin. The artist is currently participating in the group exhibition “Animalia“ at the Heidi Horton Collection in Vienna (AT).

Verónica Aguilera Carrasco (*1976 in Barcelona, Spain) studied Fine Arts at the University of Barcelona and subsequently completed a Master’s degree in Audiovisual Studies at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. She also participated in the doctoral programme “Temps i Lloc en l’Art Contemporani“ at the University of Barcelona. The artist was awarded several international artist-in-residence fellowships in Spain, France, Chile, and Germany, among other countries, and has received numerous awards for her artistic work. One of her most significant distinctions is the prize of the “Biennal de Valls“, awarded by the Fundació Guasch Coranty in Barcelona in 2007. Verónica Aguilera Carrasco’s sculptures and installations have been presented in numerous national and international solo and group exhibitions, including at Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems, Kunsthalle Mainz, MACC – Museu d’Art Contemporani de Mataró in Barcelona (ES), Bòlit Centre d’Art Contemporani in Girona (ES), as well as at the Taunus Art Triennial in 2022 and 2025. Her works are also represented in several international collections, including the Médiathèque Cangé in Saint-Avertin (FR), the Museu de Valls in Tarragona, the Museu de Granollers in Barcelona, and the Fundación Artaids – Han Nefkens Foundation in Barcelona (all ES). Verónica Aguilera Carrasco lives and works in the region of Frankfurt/Main.

Jakob Erek Sen (*1999 in Gießen, Germany) completed Bachelor’s degrees in International Media and Computer Science at the Berlin University of Applied Sciences and Technology (2018–2022) and in Visual Communication at the Berlin University of the Arts (2020–2024). Since 2024, he has been studying in Hassan Khan’s class at Städelschule in Frankfurt/Main. His works have been presented in several international exhibitions and festivals, including at the project space mais uno +1 in Lisbon (PT), the Medienhaus of the Berlin University of the Arts, Spreehalle Berlin, and the Verstärker Art Film Festival at GEH 8 in Dresden. The artist was also awarded the VFF Fellowship for Film and Media Art (2023–2025). Jakob Erek Sen lives and works in Frankfurt/Main.

Petra Metzner (1983 in Jena, Germany) graduated from the Frankfurt Academy of Communication and Design before completing a diploma degree in Fine Arts with a focus on sculpture and photography at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main in 2019. The artist has received several awards and scholarships for her ceramic sculptures, including the First Prize for Design awarded by the Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (2019), the Prize of the Ulla and Eberhard Jung Foundation (2024), and an artist-in-residence fellowship at the renowned Höchst Porcelain Manufactory (2024). Petra Metzner’s works have been presented at various national and international institutions, including the Klingspor Museum in Offenbach/Main, Museum Kurhaus Kleve, and the exhibition hall of the Sanbao International Ceramic Art Village in Jingdezhen (CN). As part of the artists’ collective “Blockadia*Tiefsee”, her works have also been exhibited at Kunstverein Freiburg, Kunsthall Trondheim (NO), and as part of the Triennale Kleinplastik in Fellbach. Petra Metzner’s ceramic sculptures are included in the collection of the Klassik Stiftung Weimar. The artist lives and works in Frankfurt/Main.

Yvonne Lee Schultz (*1966 in Berkeley, California, USA) studied under Markus Lüpertz at the Kunstakademie Düsseldorf. Since the 1990s, her multimedia works have been presented at numerous renowned art institutions in Germany and abroad, including Museum Ludwig in Cologne, Sprengel Museum Hannover, Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, the Museum of Contemporary Art Kumamoto (JP), and the Sydney Biennale (AU). Her works are included in several collections, including the collection of the Progressive Art Museum (USA) and private collections in Geneva, Brussels, Korea, San Francisco, and Munich, among others. In addition, Yvonne Lee Schultz has realised numerous site-specific public art projects, including commissions for Volkswagen in Wolfsburg, Nord/LB in New York, the European Patent Office in Munich, Ludwig-Hoffmann Primary School in Berlin, and the European Parliament in Strasbourg. In September 2026, the artist will realise her project “ONE SKY FLAGS“ in the UNESCO World Heritage-listed Old Town of Bern (CH). Yvonne Lee Schultz lives and works in Berlin.

Anselm Baumann (*1958, Freiburg i. Breisgau, Germany) completed his training in sculpture in Freiburg from 1979 to 1981. He subsequently received a scholarship at the renowned Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Living and working in Frankfurt/Main, Baumann has been teaching at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main since 2006. Since the 1980s, Anselm Baumann has participated in numerous solo and group exhibitions, including presentations at the Kunstverein Kleve, the Museum of Contemporary Art of the Benedictine Abbey Admont (AT), the Museum Angewandte Kunst Frankfurt/Main, the Oldenburger Kunstverein, the Museum Franz Gertsch (CH), the Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, and the Opelvillen Rüsselsheim. His works are represented in several renowned public collections, including the Deutsche Bank Collection, the Collection of Die Mobiliar Insurance in Bern (CH), Kunstmuseum Stuttgart, and the Museum für Neue Kunst Freiburg. In addition, his works are held in international private collections in Frankfurt/Main, New York, Paris, and Zurich. Baumann has also realized several site-specific public art projects, including works for the stairwell of Mannheim University of Applied Sciences, for PwC – PricewaterhouseCoopers, and for the underpass of Frankfurt-Griesheim railway station under the title “Grüße aus Grießheim“.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]