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HOUSE OF GALLERIES

mit Werken von Christiane Feser

22. bis 25. Januar 2026

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 19:00–23:00 Uhr Opening-Night
Freitag: 11:00–20:00 Uhr
Samstag: 11:00–20:00 Uhr
Sonntag: 11:00–18:30 Uhr

Ort:
TRIANON Frankfurt
42., 43. und 44. Stock
Mainzer Landstraße 16 – 24
60325 Frankfurt am Main

 

Besuchen Sie uns im Trianon in der 43. Etage!

Wir freuen uns die Produzentengalerie Hamburg in diesem Jahr als Gastgalerie dabei zu haben!

Christiane Feser, Markierungen 17, 2025, Photo-object, archival pigment print, needles and thread, 80 x 110 cm, © Christiane Feser at VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Christiane Feser untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit die Wirkweise fotografischer Bilder und hinterfragt, wie visuelle Informationen im Spannungsfeld von Wahrnehmung, Erinnerung und Konstruktion entstehen. In einem manuellen Prozess formt Feser komplexe Bildkörper: Papier wird gefaltet, geknüllt, geschichtet oder mit Nadel und Faden bearbeitet. Diese fragilen Konstruktionen bilden die Grundlage für Fotografien, die anschließend selbst wieder zu Objekten werden. So verbinden Fesers Arbeiten zwei Zeitebenen: das fotografische Bild als Spur eines vergangenen Moments und die plastische Gegenwart, die im Raum auf Licht, Blickwinkel und Bewegung reagiert.

Fesers Werke spielen mit der Erwartung, fotografische Bilder seien Fenster zu einer objektiven Realität. Sie täuschen Räumlichkeit vor, um sie im nächsten Moment zu unterlaufen. Was wir sehen, ist nie neutral: Wahrnehmung folgt erlernten Mustern, Erinnerung ergänzt Lücken, Abstraktion ist dem Medium Fotografie eingeschrieben. Genau hier setzen Fesers Arbeiten an. Sie irritieren Sehgewohnheiten, indem sie Bekanntes verformen und Unbekanntes sichtbar machen. Mit einfachsten Mitteln – Papier, Faden, Nadel, Licht – legt sie jene Umkehrungen offen, auf denen fotografische Bilder beruhen: Raum wird zu Fläche, Licht zu Schatten, Körperlichkeit zu Bild.

 

Innerhalb der zeitgenössischen Fotografie positioniert sich Christiane Feser an der Schnittstelle von Bild, Objekt und Raum. Ihre Arbeiten erweitern Fotografie um eine skulpturale Dimension und verschieben sie vom rein abbildenden Medium hin zu einer reflexiven Praxis. Besonders die Auseinandersetzung mit dem negativen Farbraum verstärkt diese Verschiebung: Farben kehren sich um, Licht wird dunkel, Räumlichkeit destabilisiert. Fotografie erscheint hier nicht als Abbild der Welt, sondern als konstruktiver Prozess, in dem sich Bild und Objekt gegenseitig bedingen.

 

Christiane Feser, geboren 1977 in  Würzburg, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main bei Heiner Blum und Lewis Baltz.

Ausgewählte Ausstellungen und Sammlungen

 

Ausstellungen:

Christiane Feser hat in zahlreichen internationalen Institutionen ausgestellt, darunter das J. Paul Getty Museum, Los Angeles und das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, sowie im Centre for Contemporary Culture – Palazzo Strozzi, Florenz; Museum Wiesbaden; Torrance Art Museum, Los Angeles; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; Haus des Papiers, Berlin und weitere internationale Präsentationen.

 

Ihre Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter:

Paul Getty Museum, Los Angeles

Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Museum of Fine Arts, Boston

Brown University, Rhode Island

Minneapolis Institute of Art, Minneapolis, USA

Fundacion Juan March, Madrid

CCPC – Cisnero Collection, New York, USA

DZ Bank Kunstsammlung, Frankfurt am Main

Mönchehaus Museum, Goslar

Museum im Kulturspeicher, Würzburg

Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Karlsruhe