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POSTHUMAN PLAYSCAPES

DOMINIKA BEDNARSKY
MATTHIAS BÖHLER & CHRISTIAN ORENDT

Opening: Friday, April 24th, 7 PM
Exhibition: 25.4.-6.5.2026

Die gezeigten Werke von Dominika Bednarsky und dem Künstlerduo Matthias Böhler & Christian Orendt lehnen sich gestalterisch wie inhaltlich an posthumanistische Denkweisen an, indem sie Artenhierarchien destabilisieren und die gewohnte Vormachtstellung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen auf spielerische Weise aufbrechen.

In Bednarskys (*1994 in Schweinfurt, DE) malerisch glasierten Keramikskulpturen stehen seit jeher Motive pflanzlicher und tierischer Lebensformen im Vordergrund. In ihrer ausgestellten Serie „Vogelsträuße“ nähern sich diverse Pflanzen- und Vogelarten einander an. Teils verschmelzen sie zu absurden Hybridgestalten, wodurch die Grenzen zwischen Spezies verschwimmen und Fragen nach Koexistenz, Fürsorge, aber auch nach parasitären Beziehungsverhältnissen aufgeworfen werden. Der (schwarze) Humor, der für die Bildsprache der Künstlerin charakteristisch ist, spiegelt sich auch in den multimedialen Arbeiten von Böhler (*1981 in Aachen, DE) & Orendt (*1980 in Sighișoara, ROU) wider. Seit 2008 kreieren sie aufwendige installative Arrangements, die sich mit den ökologischen und gesellschaftlichen Folgen menschlichen Handelns im spätkapitalistischen Zeitalter auseinandersetzen. Eigens für die Ausstellung haben sie eine ortsspezifische Displayinstallation geschaffen und präsentieren modellartige Objekte, in denen sich dystopische Gegenerzählungen zur menschlichen Dominanz aus der Perspektive nicht-menschlicher Akteur:innen entfalten. Darüber hinaus treten Böhler & Orendt auch als Einzelkünstler auf: Neben ihrer kooperativen Praxis entstehen seit vielen Jahren zeichnerische und collagierte Papierarbeiten, in denen gemeinsam verhandelte Themen nachhallen, die jedoch in unterschiedlichen ästhetischen Formen verarbeitet werden.

Die KünstlerInnen laden dazu ein, posthumanistischen Ansätzen nicht als abstrakten Konzepten oder theoretischen Utopien zu begegnen, sondern als sinnlich erfahrbaren Möglichkeitsspielräumen im Kontext fortschreitender ökologischer Krisen.

 

 

The works on display by Dominika Bednarsky and the artist duo Matthias Böhler & Christian Orendt draw on posthumanist modes of thought in both form and content, destabilizing species hierarchies and playfully challenging the customary supremacy of humans over other living beings.

In Bednarsky’s (*1994 in Schweinfurt, DE) painterly glazed ceramic sculptures, motifs of plant and animal life have long been at the forefront. In her exhibited series “Vogelsträuße”, various plant and bird species come together. In some cases they merge into absurd hybrid forms, blurring the boundaries between species and raising questions about coexistence, care, but also parasitic relationships. The (dark) humor that is characteristic of the artist’s visual language is also reflected in the multimedia works by Böhler (*1981 in Aachen, DE) & Orendt (*1980 in Sighișoara, ROU). Since 2008, they have been producing installative arrangements that deal with the ecological and social consequences of human activity in the late capitalist era. Specifically for this exhibition, they have created a site specific display installation and present model like objects in which dystopian counter narratives to human dominance unfold from the perspective of non human protagonists. In addition, Böhler & Orendt also work as individual artists and have been creating drawings for many years in which jointly negotiated themes resonate, but are processed in different forms.

The artists invite us to approach posthumanist perspectives not as abstract concepts or theoretical utopias, but as sensually experiential playscapes of possibility in the context of advancing ecological crises.